veraMietrecht · Immobilien · Eigentum
zurück zur Suche

Rückübertragungsanspruch

BVerwGBVerwG 8 B 174.9811.01.1999ZOV 1999, 168

VermG § 1 Abs. 3

Stichwörter

Schlagwörter zur Erschließung

Rückübertragungsanspruch; Restitutionsanspruch; Schädigungstatbestand; unlautere Machenschaft; Ausreiseverkauf; Rentner; Anscheinsbeweis

Leitsatz

häufig von der Redaktion verfasst

Es bedarf der Klärung, ob der Anscheinsbeweis für eine unlautere Machenschaft auch bei Ausreisen von DDR Bürgern gilt, die das gesetzliche Rentenalter erreicht hatten.

Aus den Gründen

Wortlaut des Gerichts

Die Beschwerde ist begründet. Die Rechtssache hat grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO; denn ein Revisionsverfahren kann Gelegenheit zur Klärung der Frage bieten, ob der nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bei ausreisebedingten Veräußerungen von Grundstücken bestehende Anscheinsbeweis dafür, daß der Eigentumsverlust auf unlautere Machenschaften im Sinne von § 1 Abs. 3 VermG zurückzuführen ist (grundlegend Urteil vom 29. Februar 1996 - BVerwG 7 C 59,94 - BVerwGE 100, 310), auch im Falle der Ausreise von Bürgern der DDR gilt, die das gesetzliche Rentenalter erreicht hatten.